Ich könnte kotzen, ausgiebig, lange und mit Würfelchen drin.
Es passiert genau das, was ich erwartet habe: Artig nach der Hamburgwahl verabschiedet sich die SPD in Hessen von ihrem hochheiligen Versprechen NIEMALS mit der SED, tschuldigung PDS, äh Linksparte zu koalieren. Es war so sicher, wahrscheinlich noch sicherer, als das Amen in der Kirche, dass dies passieren würde. Nach der Wahl, um keine SPD Wähler in Hamburg zu erschrecken. Das ist erbärmlich. Und es ist genau der Grund, warum die Deutschen politikverdrossen sind und so widerwärtige Blender wie der in Fleisch gegossene Egotrip Oskar Lafontaine mit ihren idiotischen „Die pösen, pösen Reichen“ Formeln Erfolg haben. Und das, obwohl er selber wohl kaum glaubhaft ist, denn arm kann man nicht sein, wenn einem nichtmal auffällt, das man versehentlich 230.000 DM zuviel eingesteckt hat. – Zugegeben, er hat sie zurückgezahlt.
Aber es ist nicht nur das, was mich stört. Denn auch die Springer-Presse war – erwartungsgemäß als Trommler für die CDU – keinen Deut besser. Bevor noch Beck sein Gehirn dem freudigen Essen und Quatschen unterordnete und er den „Geheimplan Ypsilanti“ doch vor der Wahl ausplauderte, spekulierte die Welt ausgiebig über diese Möglichkeit. Dass das Gespenst Kommunismus allerdings nicht mehr so verfängt, hat auch schon Roland Koch merken müssen.
Und – soviel Selbstkritik muss sein – auch der FDP nehme ich ihre selbstlose Haltung nicht ab. Denn sie blockiert mit ihrer Weigerung mit der SPD und den Grünen zu koalieren jede Regierungsbildung. Und das ist ihr zum Vorteil. Wenn die SPD dadurch gezwungen wird, mit unseren nicht ganz so Stasi-freudigen EX-SED Freunden ein Bündnis einzugehen, verliert sie an Glaubwürdigkeit. Und wenn mich nicht alles täuscht, ist auch bald wieder Bundestagswahl.
Ich träume von einer Welt, in der Politiker an die Menschen denken, und nicht nur an ihre Partei. Wo sind all die großen Staatsmänner hin(wer hat hier George Bush gerufen? – und NEIN, ich sprach nicht von Guido Westerwelle…)